Richtfest für neuen OH-Gebäudekomplex in Bechhofen

Zimmermann Johann Schindler beim Richtspruch (o.l.); gr. Foto: Architekt Michael Fenn (l.) überreichte Peter Faigle (Bildmitte) ein christliches Kreuzsymbol. Mit im Bild: Prof. Dr. Seiferlein (2.v.l.), Helmut Schmotz (2.v.r.) sowie Doris Frohnhöfer

Zimmermann Johann Schindler beim Richtspruch (o.l.); gr. Foto: Architekt Michael Fenn (l.) überreichte Peter Faigle (Bildmitte) ein christliches Kreuzsymbol. Mit im Bild: Prof. Dr. Seiferlein (2.v.l.), Helmut Schmotz (2.v.r.) sowie Doris Frohnhöfer

Am30. September fand in der Freiherr-von-Drais-Straße in Bechhofen das Richtfest des neuen Gebäudekomplexes der Offenen Hilfen (OH) für den südlichen Landkreis Ansbach statt. Ein „Richtfest unter besonderen Bedingungen, bei dem Corona den Takt vorgibt“, so Doris Frohnhöfer, Gesamtleitung Regens Wagner Absberg, bei Ihrer Begrüßung der Richtfestgäste. Verbunden mit dem Dank an alle am Projekt Beteiligten – besondere Erwähnung fanden hier die Firma Johann Buckel Bau, Architekt Michael Fenn sowie Innenarchitektin Angela Wiech –  gab Sie Ihrer Hoffnung Ausdruck, im kommenden Sommer die Einweihung im großen Rahmen feiern zu können.

Nach dem traditionellen Richtspruch trafen sich die Gäste und Gastgeber im Mehrzweckraum des durch einen Zwischentrakt verbundenen Gebäudekomplexes (Geschäftsstelle Offene Hilfen und Mietshaus). OH-Bereichsleitung Peter Faigle erklärte: „Mit unserem Neubau wollen wir näher an den Menschen mit Behinderung sein, wir wollen schneller und flexibler sein und die ambulante Hilfe entscheidend verbessern. Vor allem wollen wir auch sichtbarer sein.“ Ausdrücklich bedankte er sich bei der Marktgemeinde Bechhofen und ihrem Bürgermeister Helmut Schnotz, gleichzeitig 2. Vorsitzender des Fördervereins, ohne dessen Mitwirkung das Baugelände anderweitig verplant worden wäre. Gelobt wurde zudem die gute Nachbarschaft – besonders jene zur Bäckerei Beck, die das Projekt stets unterstützt habe.

In dem Geschäftsgebäude werden laut Faigle unter anderem die Büroräume der Offenen Hilfen sowie ein Pflegebad und barrierefreie Toiletten untergebracht. Der große Mehrzweckraum, der unter anderem eine große „Eventküche“ mit verschiedenen Arbeitshöhen beherbergen wird, soll zu einer Begegnungsstätte mit verschiedensten Events und Aktivitäten für Menschen mit und ohne Behinderung werden. Im durch einen Mitteltrakt getrennten zweiten Gebäude, dem „Mietshaus“, entstehen zwölf barrierefreie Wohnungen, darunter vier speziell für Rollstuhlfahrer. Einmieten können sich Menschen mit und ohne Behinderung. Dabei bestimmt jeder Mieter selbst, ob bzw. welche Assistenzleistungen in Anspruch genommen werden möchten und von welchem Anbieter.

Bürgermeister Helmut Schnotz sagte, er sei froh und stolz, Teil des Projektes zu sein. „Es ist schön, dass die Offenen Hilfen in Zukunft hier an der Hauptstraße wahrgenommen werden“, so Schnotz wörtlich. Der Vorsitzende des Fördervereins der Offenen Behindertenarbeit (OBA) Ansbach-Süd, Professor Dr. Alfred Seiferlein ergänzte: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Regens-Wagner-Stiftung die Offenen Hilfen im südlichen Landkreis Ansbach so unterstützt und trägt. Die gute Zusammenarbeit trägt dazu bei, dass viele Räder ineinandergreifen und wir heute Richtfest feiern können.“  Nach dem christlichen Menschenbild sei jeder Mensch Ebenbild Gottes und gleichwertig geschätzt, so Prof. Seiferlein. „Das bringen wir auch zum Ausdruck durch die Art und Weise wie wir mit Menschen mit Behinderung umgehen. Und das ist unsere tiefste Motivation: Den Menschen ein Leben zu ermöglichen, in großer Teilhabe. Und dazu trägt dieses Haus bei.“ Bereits jetzt gäbe es zahlreiche Interessenten, die sich darauf freuten ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Für das von der „Aktion Mensch“ mit 530.000 Euro geförderte Bauprojekt sind Gesamtkosten von rund 3,5 Million Euro veranschlagt. Bauträger ist die Regens-Wagner-Stiftung Zell als Rechtsträger von Regens Wagner Absberg.